Adipositas Selbsthilfegruppe im Bergischen Land

Willkommen bei der Adipositas SHG Bergisches Land

Wenn der erste Schritt schwerfällt, hilft oft schon ein Ort, an dem nicht erklärt oder verteidigt werden muss. Seit dem 02.11.2022 begleiten wir Betroffene und Angehörige mit ehrlichem Austausch, Orientierung und einem Rahmen, in dem zugehört, verstanden und mitgedacht wird.

Kontakt aufnehmen
  • aktuell rund 100 aktive und passive Mitglieder
  • alle 4 Wochen
  • Treffen in Solingen und Remscheid

Treffen und Austausch

Regelmäßig zusammenkommen und offen sprechen können

Die Gruppe trifft sich alle 4 Wochen in Solingen und Remscheid. Im Mittelpunkt stehen Zuhören, Verstehen, praktische Erfahrungen und ein geschützter Rahmen für ehrliche Gespräche.

Wer ist willkommen?

Menschen mit Adipositas, Personen in Vorbereitung auf eine Therapie oder Operation, Menschen nach einer bariatrischen Operation und Angehörige, die mitgehen und besser verstehen möchten.

Was erwartet dich?

Gespräche auf Augenhöhe, Orientierung im Gesundheitssystem, Erfahrungswissen zu Therapieoptionen und Unterstützung bei den Fragen, die im Alltag oft besonders schwer wiegen.

Was ist wichtig zu wissen?

Die genauen Treffpunkte und kommenden Termine werden bei Kontaktaufnahme und über die vorhandenen Kanäle kommuniziert. So bleiben die Informationen aktuell, persönlich und gut zugänglich.

Wo die Gruppe helfen kann

Konkrete Unterstützung für Betroffene und Angehörige

Die Gruppe ersetzt keine medizinische Behandlung. Aber sie kann genau der Ort sein, an dem Menschen zum ersten Mal wirklich verstanden werden. Gerade vor Diagnosen, Therapiewechseln oder Operationen hilft ehrlicher Erfahrungsaustausch oft mehr, als man vorher vermutet.

Für Betroffene

Erfahrungen zu Arztgesprächen, Therapieentscheidungen, Rückschlägen, Stigmatisierung im Alltag und dem Leben mit einer chronischen Erkrankung, die viele Außenstehende oft unterschätzen.

Für Angehörige

Verstehen, wie Unterstützung gelingen kann, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. Dazu gehören offene Kommunikation, Entlastung und kleine gemeinsame Schritte im Alltag.

Vor und nach Eingriffen

Austausch über die Vorbereitung auf bariatrische Operationen, Nachsorge, Essverhalten, Nahrungsergänzung, neue Routinen und die emotionalen Veränderungen, die oft damit einhergehen.

Adipositas verstehen

Adipositas ist mehr als ein Gewichtsproblem

Adipositas ist eine ernst zu nehmende chronische Erkrankung. Viele Betroffene erleben, dass ihre Situation auf vermeintliche Willenskraft reduziert wird. Tatsächlich spielen Stoffwechsel, Psyche, Lebensgeschichte, Medikamente, Schlaf, Stress, Hormone und soziale Faktoren häufig zusammen.

Gerade deshalb tut es gut, nicht alles allein tragen zu müssen. Selbsthilfe kann helfen, Informationen einzuordnen, Scham zu verringern und den eigenen Weg Schritt für Schritt klarer zu sehen.

Begleiterkrankungen

Häufige Belastungen, über die offen gesprochen werden darf

  • Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörungen
  • Schlafapnoe, Atemprobleme und Erschöpfung
  • Gelenk- und Rückenbeschwerden sowie eingeschränkte Beweglichkeit
  • Fettleber, Reflux und weitere Stoffwechselbelastungen
  • Psychische Belastungen wie Scham, Rückzug, Frust oder depressive Verstimmungen

Therapiewege

Mögliche Wege im Umgang mit Adipositas

Welche Therapie passend ist, hängt immer von der persönlichen Situation ab. Die Gruppe kann Erfahrungen teilen, Fragen sortieren und Mut machen, medizinische Entscheidungen gehören jedoch in fachliche Begleitung.

Ernährungsmedizin

Strukturierte Mahlzeiten, alltagstaugliche Essmuster, langfristige Routinen und fachliche Begleitung statt kurzer Crash-Diäten.

Bewegung und Alltag

Sanfter Aufbau von Bewegung, alltagstaugliche Schritte und mehr Stabilität für Mobilität, Schlaf und Belastbarkeit.

Psychologische Unterstützung

Hilfe beim Umgang mit Essdruck, Stress, Selbstbild, Rückschlägen und emotionalen Belastungen, die oft mit der Erkrankung verbunden sind.

Medikamente und bariatrische OP

Je nach medizinischer Ausgangslage können Medikamente oder operative Verfahren ein Baustein sein. Entscheidend sind gute Aufklärung und nachhaltige Nachsorge.

Was vielen in der Gruppe besonders gut tut

Wir helfen beim Einordnen von Informationen, beim Teilen realer Erfahrungen und bei dem Gefühl, mit Adipositas und ihren Folgen nicht allein zu sein. Gerade daraus entsteht oft die Ruhe, den nächsten machbaren Schritt zu sehen.

FAQ

Häufige Fragen zu Adipositas, Therapien und Selbsthilfe

Viele Fragen tauchen nicht im Arztgespräch auf, sondern später zu Hause, unterwegs oder in stillen Momenten. Die Antworten hier geben einen ersten Überblick und ersetzen keine medizinische Beratung. Für akute Beschwerden oder konkrete Therapieentscheidungen ist eine fachliche Abklärung wichtig.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der das Körperfett deutlich vermehrt ist. Sie ist nicht einfach eine Frage von Disziplin, sondern entsteht häufig durch ein Zusammenspiel aus genetischen, hormonellen, psychischen, sozialen und alltagsbezogenen Faktoren.

Welche Begleiterkrankungen können auftreten?

Mögliche Begleiterkrankungen sind unter anderem Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Schlafapnoe, Gelenkbeschwerden, Fettleber, Reflux, psychische Belastungen und eingeschränkte Mobilität. Welche Risiken im Einzelfall vorliegen, sollte ärztlich abgeklärt werden.

Welche Therapien kommen grundsätzlich infrage?

Zum Behandlungsspektrum gehören Ernährungsmedizin, Bewegungsaufbau, Verhaltenstherapie, psychologische Begleitung, medikamentöse Unterstützung und in passenden Fällen bariatrische Operationen. Oft ist nicht ein einzelner Schritt entscheidend, sondern eine langfristige Kombination mehrerer Bausteine.

Wann kann eine bariatrische Operation Thema sein?

Eine Operation kann relevant werden, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und die medizinische Situation dafür spricht. Die Entscheidung sollte immer gemeinsam mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten sowie mit klarer Vor- und Nachsorge getroffen werden.

Was kann ich selbst gegen Adipositas tun?

Hilfreich sind realistische Ziele, strukturierte Mahlzeiten, mehr Alltagsbewegung, guter Schlaf, medizinische Begleitung und ein Umfeld, das entlastet statt beschämt. Kleine, verlässliche Schritte sind meist nachhaltiger als radikale Kurzzeitlösungen.

Wie hilft die Gruppe Betroffenen konkret?

Die Gruppe bietet Austausch auf Augenhöhe, Erfahrungswissen zu Therapiewegen, Orientierung nach einer Diagnose oder Operation und einen geschützten Raum für Fragen, Rückschläge und Erfolge. Niemand muss hier seine Situation allein erklären.

Wie hilft die Gruppe Angehörigen?

Angehörige bekommen Einblicke in die Erkrankung, können Fragen stellen und lernen, wie Unterstützung im Alltag hilfreich sein kann. Ziel ist mehr Verständnis, weniger Druck und eine Kommunikation, die beiden Seiten guttut.

Muss ich bereits operiert sein, um teilnehmen zu dürfen?

Nein. Willkommen sind Menschen mit Adipositas, Personen in Vorbereitung auf eine Therapie oder Operation, Menschen nach einer bariatrischen Operation und Angehörige. Die Gruppe ist offen für unterschiedliche Lebenssituationen, Erfahrungen und Wege.

Ersetzt die Gruppe eine ärztliche Behandlung?

Nein. Die Selbsthilfegruppe ersetzt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Behandlung. Sie ergänzt professionelle Hilfe durch Erfahrungsaustausch, Orientierung und gegenseitige Unterstützung.

Öffentlichkeitsarbeit

Berichte und Sichtbarkeit für das Thema

Die bisherigen Beiträge zeigen, wie wichtig Aufklärung, Respekt und Selbsthilfe im Umgang mit Adipositas sind. Externe Ziele werden nur nach deiner Freigabe direkt geöffnet.

Zeitungsartikel über die Adipositas SHG Bergisches Land in der Rheinischen Post.

Rheinische Post

Bericht über die Gruppe, die Sichtbarkeit des Themas Adipositas und den Austausch im Bergischen Land.

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Vorschaubild zum WDR-Beitrag über die Adipositas SHG Bergisches Land.

WDR Lokalzeit

Fernsehbeitrag mit Einblicken in die Arbeit der Gruppe und die Bedeutung von Selbsthilfe für Betroffene.

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Wer zum ersten Mal Kontakt aufnimmt, braucht oft keine perfekten Worte. Ein kurzer Anruf oder eine kurze Nachricht reicht vollkommen aus.

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Wichtiger Hinweis

Die Gruppe bietet Selbsthilfe und Orientierung, aber keine Notfallversorgung. Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an deine behandelnde Praxis oder in dringenden Fällen an den Notruf.